Dienstag, 14. August 2012

Zum Anwalt erst irgendwann

Noch zum Anwalt, wenn der Gerichtsvollzieher schon mit dem vollstreckbaren Titel in der Hand vor der Haustür steht? Von so einem Fall berichtet RAin Anja Uelhoff hier.

Interessanterweise sind sich die Leute zu so einem Canossagang nicht zu schade, meiden aber zu Zeiten, in denen eben dieser Anwalt noch was für sie raushauen könnte, den Berufsstand wie die Pest. Aber wer verhält sich schon logisch?

Kommentare:

  1. Ich finde das nicht unlogisch. Einen Brief (auch wenn er in einem gelben Umschlag steckt) kann man getrost ignorieren, ohne _unmittelbare_ Konsequenzen fürchten zu müssen. Der Gerichtsvollzieher lässt sich schon schlechter aus dem Gedächtnis streichen, der Ernst der Lage wird aber oftmals erst erkannt, wenn die ec-Karte eingezogen wird oder die Personalabteilung von der Lohnpfändung erfährt.

    Natürlich wäre es sinnvoll gewesen, vor der Titulierung irgendetwas zu unternehmen. Aber auch anschließend kann ein guter Anwalt einiges für den Mandanten tun. Gerade unerfahrene Schuldner sehen sich oftmals den Inkassounternehmen, Gerichtsvollziehern und Vollstreckungsgerichten (die in meiner Erfahrungspraxis überdurchschnittlich fehlerbehaftet arbeiten) völlig hilflos ausgeliefert. Banken wie Arbeitgeber haben nach wie vor Probleme bei der korrekten Berechnung und/ oder der softwaremäßigen Erfassung von Pfändungsfreibeträgen.

    Ich hoffe, Frau Uelhoff hat den Mandanten nicht mit dem Titel ihres Blogeintrags verabschiedet.

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    1. Aber warum unnötig kompliziert, wenns auch einfach geht? ;)

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    2. Weil der Leidensdruck erst größer als das Schamgefühl werden muss.

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