Montag, 2. Juli 2012

Hoffentlich bleibt das so

Das OLG Köln hat sehr praxistauglich zur Frage entschieden (Urteil vom 29. Juni 2012 - 6 U 174/11 [zur PM]), ob bei der Beigabe von „Gratis-Zugaben“ („Buy two, get one free“, im aktuellen Fall „Buy twelve, get two free“) zur Berechnung des Grundpreises die Zugaben eingerechnet werden sollen.

Das OLG bejaht dies in Einklang mit dem Verbraucherschutzgedanken. Wie anders solle eine Verbraucher sonst den eigentlich durch die Grundpreisangabe möglichen Vergleich ziehen können, wenn solche Aktionen keine Auswirkungen auf den Grundpreis hätten? Denn ob jetzt der Kasten reduziert wird (und dabei automatisch auch immer ein neuer Grundpreis angegeben wird), oder eine solche Aktion durchgeführt wird, macht aus Sicht des Marketings sicher einen Unterschied, wirtschaftlich kommt es jedoch aufs gleiche heraus.

Die Revision zum BGH hat das OLG wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen.

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