Dienstag, 26. Juni 2012

Nigeria-Spam (ein nicht ganz ernstgemeintes Gedankenspiel)

Bei RA Hänsch ist zu lesen, warum der sog. Nigeria-Spam meist in solch miserablem Deutsch verfasst ist: Die Spammer sortieren damit falsch-positive Resultate aus, da nur die leichtgläubigsten Menschen überhaupt noch auf diesen Trick hereinfallen. Und diese sind später dann eben leichter zu überzeugen. Somit spart sich der Spammer Zeit und Kosten.

Damit dürfte die weitere Marschrichtung klar sein: Einfach mal einen naiven Zweizeiler zurückschicken, mit dem sich die Spammer dann auseinandersetzen müssen. Vielleicht entwickelt sich ja sogar noch eine E-Mail-Bekanntschaft?

Täten das genügend Menschen, wäre das Spamming-Geschäft wohl bald nicht mehr rentabel genug ... Und dann gäbe es weitere Probleme: Wäre das Erregen eines Irrtums beim Spammer, indem ich ihm die falsche Tatsache vorspiegele, ein naives Opfer zu sein, um damit einen gigantischen Vermögensvorteil bei Dritten in der ganzen Welt zu erzeugen (gesparte Arbeitszeit, die nicht mehr zum Aussortieren von Spams benötigt wird), eigentlich dann schon wieder ein Betrug? Wenn ja, durch Notwehr/Nothilfe gerechtfertigt? Selbstjustiz? Nun, der Staat kommt ja nicht gegen die Spammer an ... Fragen über Fragen.

Mehr Arbeit als eine Geldanlage sollte das ganze übrigens auch nicht machen.

1 Kommentar:

  1. Würden genügend Menschen einfach die Weisheiten beherzigen, dass es erstens von Wildfremden nichts geschenkt gibt und zweitens "Alle guten Dinge entweder illegal, unmoralisch oder dick machend sind" wären wir deutliche Schritte weiter.

    Solange aber immer noch Menschen glauben, dass man sich ohne (nennenswerte) Arbeit als "Finanzagent" eine goldene Nase verdient, wird das nix mit Spammer-Spammen.
    Zusätzlich dazu erhalten die Spammer dadurch eine "verifizierte" Zieladresse.

    Den Mist einfach löschen ist zielführender.

    Selbst wenn einer der Spammer gerade zuviel zu tun hätte, die ganzen "naiven Antworten" zu filtern, gibt es noch genug andere, welche dann gerade wieder Zeit haben.

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