Montag, 7. Mai 2012

Wahrheitsfindung im Prozess

Thomas Fuchs von De legibus hat gestern einen Beitrag darüber geschrieben, dass die prozessuale Wahrheitspflicht (§ 138 Abs. 1 ZPO) auf die nationalsozialistische Gesetzgebung zurückgeht.

Wer mehr über Bedeutung und Geschichte der Wahrheitsfindung (im Strafprozess) erfahren möchte, dem sei der schon ältere Artikel des Juristen Ingo Müller empfohlen: Der Wert der materiellen Wahrheit, Leviathan, Zeitschrift für Sozialwissenschaft 1977, 522.

Ingo Müller stellt darin den deutschen Inquisitionsprozess dem angelsächsischen Anklageprozess gegenüber und zeigt auf, wie die Fokussierung auf materielle Wahrheit v.a. dem Abbau formaler Beschuldigtenrechte diente.

Der Artikel ist im Internet als html oder PDF zu lesen.

1 Kommentar:

  1. Merci. In so alten Leviathan-Jahrgängen war ich noch nicht unterwegs.

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