Donnerstag, 15. März 2012

Wie Dominosteine

Nicht ganz soviel Chaos wie in den Verkehrsunfallsachen von RA Munzinger hatten wir heute früh: Eine Räumungsklage, die sich geradezu immer weiter zog.

Der Kläger A wollte den bisherigen Mieter B aus seinem Haus haben (Eigenbedarf, weil bald ein Kind kommt). Das war dem B an sich ganz Recht. Hatte er sich doch vor kurzem selbst ein Haus zugelegt. Dort wohnte allerdings schon die C, die auch nicht viel dagegen hatte, bald Ausziehen zu müssen, denn, man ahnt es schon, sie baute seit geraumer Zeit. Der B konnte also eigentlich nur vorbringen, man wisse halt nicht so genau, ein Bauvorhaben verzögere sich doch eigentlich immer? Und deshalb wolle man eben die Kündigung noch ein, zwei Monate hinauszögern.

Der Anwalt des A kam ziemlich schnell auf den Punkt und meinte, es liege hänge eigentlich alles nur an der Baufirma der C. Welche das denn eigentlich sei?
Die D-GmbH?! Dann sitzen wir doch nächstes Jahr um die gleiche Zeit immer noch hier!
Es ist nicht überliefert, ob in diesem Moment der Gesellschafter-Geschäftsführer der D in seinem Baubüro mit der Zulieferfirma E darüber diskutierte, wann denn die benötigten Fußböden endlich geliefert würden.

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