Mittwoch, 8. Februar 2012

Auf den Hund gekommen

Des Menschen bester Freund ist der Hund (rangiert bei Gerichtsentscheidungen zum Schuldrecht gleich hinter dem Auto). Er begleitet uns im Alltag und jeder Hundefreund kennt wohl die beruhigende Wirkung, die Hunde auf den Menschen haben können. Gut, nicht der Kläffer von nebenan (gemeinhin auch Dackel genannt), aber eben die ruhigen und freundlichen Vertreter der Spezies Hund. Nicht umsonst werden schließlich Hunde auch für tiergestützte Therapien eingesetzt. Insbesondere können Hunde dabei den Blutdruck senken und Stress abbauen.

Stress hat u.a. auch der Jurastudent. Zwar vielleicht nicht im ersten und zweiten Semester, aber jedenfalls vor dem Examen, wenn er sich Monate lang fast ausschließlich in der Bibliothek aufhält und die restliche Zeit nur für die nötigsten Restaufgaben, wie Nahrungsaufnahme (was die nächste Tankstelle um 22 Uhr noch so hergibt) und Schlafen (aber nur kurz, denn um 8 Uhr macht die Bibliothek wieder auf), verwendet. Einige amerikanische Law Schools sind deshalb nun auf den Hund gekommen und bieten „flauschige Hunde als Anti-Stress-Mittel“ an, wie der Spiegel vor einiger Zeit berichtete. Vorreiter war dabei die Yale University, in deren juristischer Bibliothek vor den Prüfungen im Frühjahr 2011 ein Therapiehund ausgeleiht werden konnte. Auch an anderen Universitäten werden nun Hunde bereitgehalten.

Bei dem Zitat einer Studentin
Es ist schön, mal vom Lernen wegzukommen und anstatt im Internet zu surfen eine echte Interaktion zu haben.
fühlte ich mich zwar ein wenig erinnert an das Klischee, dass sich der Jurist nur mit seinesgleichen umgibt, aber das werde ich hier natürlich nicht bedienen. In der Tat ist ja ein Hund ein guter Ausgleich zum Jurastudium. Er bietet eine Pause von den Paragraphen, sorgt für Entspannung und durch Gassigehen kann man sogar noch das nötige Mindestmaß an Bewegung einhalten.

Nun bietet allerdings meines Wissens noch keine deutsche Uni Therapiehunde an und selber einen halten bedeutet wiederum zu viel Aufwand und Verantwortung. Ob es wohl auch Therapiekatzen gibt?

Danke an Lena für den Hinweis.

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe es gibt keine Therapiekatzen. Katzen stellen sich auf die "Katzenmami" ein und werden so zutraulich und zum Seelenverwandten. Wer eine Katze will, spart sich ohnehin das Gassi gehen, die dringende Aufmerksamkeit (zumindest bei Freilauf oder mehr als einer Katze) und hat so auch seine Ablenkung und seinen Stressabbau. Übrigens wirkt das Schnurren einer Katze extremst stressabbauend ;) Da können Hunde auch nicht mithalten.

    Von daher: Katze als Jurist: Perfekt!

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