Donnerstag, 12. Januar 2012

Überragende Geschwindigkeit

Zum Jahreswechsel war ja an einigen Stellen von der wunderbaren Neuigkeit zu lesen, dass ab 1. Januar 2012 Online-Überweisungen im Euroraum innerhalb von nur einem Werktag abgewickelt würden. Das stimmt auch – ich konnte mich schon selbst von der neuen Geschwindigkeit im Bankenwesen überzeugen. Technisch wäre natürlich  ohne Weiteres ein Eintreffen des Betrages innerhalb weniger Sekunden oder zumindest Minuten möglich, aber das wollen die europäischen Banken verständlicherweise nicht.

Rechtsgrundlage für die Änderung ist das Auslaufen der Übergangsfrist in § 675s I 1 Hs. 2 BGB – übrigens in dieser Fassung bereits seit 31.10.2009.

Für ein wenig Heiterkeit sorgt schlussendlich noch der Abs. 2 Satz 1 der bezeichneten Vorschrift. Dort heißt es:
Bei einem vom oder über den Zahlungsempfänger ausgelösten Zahlungsvorgang ist der Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers verpflichtet, den Zahlungsauftrag dem Zahlungsdienstleister des Zahlers innerhalb der zwischen dem Zahlungsempfänger und seinem Zahlungsdienstleister vereinbarten Fristen zu übermitteln.
Man zähle den Zahler, denn das zahlt sich bei Verständnisschwierigkeiten aus.

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